Betreuungsdienst
Der Betreuungsdienst ist ein Fachdienst des Katastrophenschutzes in Deutschland.
Aufgabe des Betreuungsdienstes ist die Versorgung der von einem Großschadensereignis oder einer Gefahrenlage betroffenen Menschen. Dies umfasst vor allem die vorübergehende Unterbringung, die Verpflegung sowie die psychische und soziale Betreuung.
Die Einheiten der Betreuungszüge Marburg - Biedenkopf bestehen aus ehrenamtlichen Helfern. Diese absolvieren für ihre Tätigkeit eine entsprechende Fachdienstausbildung um in den Einheiten mitarbeiten zu können.

Der Betreuungsdienst hat innerhalb des Katastrophenschutzes die Aufgabe, bei Eintritt eines Großschadensereignisses oder dem Vorliegen einer Gefahrenlage diejenigen Menschen zu versorgen, die durch diese Situation in eine Notlage geraten sind.
Im Gegensatz zum Sanitätsdienst versorgt der Betreuungsdienst dabei die unverletzten Personen beziehungsweise verletzte Personen erst nach abgeschlossener Behandlung durch den Rettungs- und Sanitätsdienst.
 
Betreuungsdienst Unterkunft Verpflegung Technik und Sicherheit
 
Aufgaben des Fachbereichs soziale Betreuung
  • Verteilung von Gegenständen des dringendsten persönlichen Bedarfs
    (Ge- und Verbrauchsgüter wie beispielsweise Hygieneartikel, Geschirr, Besteck etc.)
  • Ausgabe von Bekleidung
  • Registrierung von Personen
  • Durchführung und Begleitung von Personentransporten, zum Beispiel bei Evakuierungen
  • Betreuung besonders hilfebedürftiger Personen wie beispielsweise älterer Menschen, behinderter Personen oder Eltern mit Kleinkindern
  • psychische Betreuung von Betroffenen
 
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Aufgaben des Fachbereiches Unterkunft
Einrichtung und der Betrieb von Behelfs- und Notunterkünften
Die Fachbereiche Soziale Betreuung und Unterkunft werden mittlerweile oft in gemeinsamen Teileinheiten zusammengefasst.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Betreuungsdienstes ist die
Versorgung der anderen an einem Katastropheneinsatz beteiligten Hilfskräfte.

Die Verpflegung der Besucher bei Volksfesten, Sportereignissen etc. ist hingegen keine Aufgabe des Betreuungsdienstes. Solche Ereignisse werden jedoch für Übungs- und Ausbildungszwecke genutzt, da sich zum Beispiel die Zubereitung und Ausgabe von Verpflegung für eine große Personenzahl und die damit verbundenen Tätigkeiten und Arbeitsabläufe kaum unter anderen Bedingungen üben lassen.
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Aufgaben des Fachbereiches Verpflegung
Herstellung von Kalt- und Warmverpflegung und die Herstellung von Getränken Der Verpflegungsdienst ist ein Fachbereich des Betreuungsdienstes im Katastrophenschutz.
Seine Aufgabe ist, beim Eintritt eines Großschadensereignisses oder dem Vorliegen einer Gefahrenlage, die Herstellung und Ausgabe von Warm- und Kaltverpflegung und Getränken zur Versorgung der Menschen, die durch diese Situation in eine Notlage geraten sind, sowie der an einem Einsatz beteiligten Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen.
Der Verpflegungsdienst ist in der Regel in Form von Teileinheiten des Betreuungsdienstes aufgestellt, wie beispielsweise dem Verpflegungstrupp innerhalb eines Betreuungszuges oder einer Einsatzeinheit.
In einigen Bundesländern ist jedoch auch ein autarker Einsatz in Form einer Schnelleinsatzgruppe - Verpflegung möglich.
Die fachbereichsspezifische Ausbildung für den Vepflegungsdienst baut auf der Grundausbildung für den Betreuungsdienst auf.
Im Spannungs- und Verteidigungsfall beteiligen sich die Einheiten des Betreuungsdienstes entsprechend Paragraph 11 des Zivilschutzgesetzes mit ihren Helfern und ihrer Ausstattung am Schutz der Bevölkerung vor möglichen Gefahren und Schäden.
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Aufgaben des Fachbereichs Technik und Sicherheit
Die Gruppe Technik und Sicherheit übernimmt im Einsatzgeschehen die technische Unterstützung des Betreuungszuges oder des Sanitätszuges.
In Absprache mit den anderen Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr, THW oder der Polizei übernimmt diese Gruppe die Überwachung der Arbeitssicherheit in Teilen des Einsatzraumes, sowie eventuelle Absperrmaßnahmen.
 
Die technische Unterstützung umfasst im Wesentlichen:
  • Errichten von Zelten und Zeltstädten mit dem nötigen Zubehör wie Beleuchtung und Heizmöglichkeiten. Errichten von Notstromanlagen für die Unterstützung der eigenen Einheiten.
  • Aufbau von Feldküchen und Küchenzentren mit der dazugehörigen Infrastruktur wie Frischwasser- und Abwasseranlagen, die Gasversorgung, Strom- und Spülmöglichkeiten.
  • Unterstützen des Betreuungsdienstes beim Einrichten von Notunterkünften, mit dem Aufbau von Feldbetten, dem Erkunden der Unterkunft in den Bereichen Brandschutz, Außenanlage und den Versorgungseinrichtungen.
  • durchführen von kleineren Instandsetzungsarbeiten und Erstellen von Behelfskonstruktionen.
Die Helfer des Fachdienstes "Technik und Sicherheit" werden im richtigen und sicheren Umgang mit der Motorsäge, dem Feuerlöscher und weiteren Handwerkzeugen geschult.
Außerdem können durch den Fachdienst auch Transportaufgaben sichergestellt werden. Hier ist besonders der Transport von bis zu 2000 Liter Trinkwasser in Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten des Betreuungszuges zu nennen.
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